Wie entsteht Diabetes?
Von einer unzureichenden Wirkung zur Insulinresistenz
Von einer unzureichenden Insulinwirkung sind oft stark übergewichtige Menschen mit einem Body-Mass-Index über 30 betroffen. Zuviel Nahrung wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Fettzellen spielen bei der Entstehung des Typ-2 Diabetes vermutlich eine ganz wesentliche Rolle, deren Bedeutung erst in den letzten Jahren zunehmend klar geworden ist. Sie speichern nicht nur überschüssige Energie als Folge einer zu hohen Nahrungszufuhr, sondern bilden selbst viele Substanzen und schütten sie in den Blutkreislauf aus. Dazu gehören Hormone, die in ihrer Wirkung dem Insulin entgegenwirken, die Verwertung des Blutzuckers im Körper stören und somit praktisch eine Insulinresistenz auslösen.
Tückischer Kreislauf
Die Bauchspeicheldrüse wiederum versucht, die Minderwirkung durch ein "Nochmehr" an Insulin auszugleichen. Über viele Jahre haben diese Personen daher einen Überschuss an Insulin im Blut. Darauf reagieren die Körperzellen und verringern die Anzahl und die Ansprechbarkeit ihrer Insulinrezeptoren auf der Zelloberfläche. Ein tückischer Kreislauf ist in Gang gesetzt worden und nach einigen Jahren ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage, den stetig wachsenden Insulinbedarf zu decken.
Auch ein körpereigenes Organ produziert Fehler, wenn es dauerhaft Höchstleistungen erbringen muss. Fachleute sprechen bei der Bauchspeicheldrüse dann von einer Insulinsekretionsstörung.
Das Hormon gelangt hierbei zeitlich verzögert zu den Zellen und entfaltet erst seine Schlüsselfunktion an den Zellhüllen, wenn im Blut schon hohe Zuckerwerte vorhanden sind. Bei Gesunden werden diese Blutzucker-Spitzen nach den Mahlzeiten durch eine rechtzeitige Insulinverfügbarkeit abgefangen.






