Richtig Blutzuckermessen
Andere Körperstellen nutzen
Fast alle neuen Blutzuckermess-Systeme können den Blutzucker nicht nur im Blutstropfen aus einem Finger, sondern auch von weniger schmerzempfindlichen Körperstellen wie Hand- oder Daumenballen, Unter- und Oberarm, Oberschenkel oder Wade bestimmen. Dieses Verfahren wird auch "alternate site testing" (AST) genannt. Gerade manche Vieltester profitieren davon, da sie so ihre Fingerbeeren schonen können.
Untersuchungen haben gezeigt, dass in stabilen Blutzuckerphasen, also im Nüchternzustand bzw. mehr als zwei Stunden nach einer Mahlzeit, sich die am Unterarm ermittelten Werte weitgehend mit denen an der Fingerbeere decken. Bei raschen Stoffwechselveränderungen wie nach Mahlzeiten, nach Insulingaben oder bei körperlicher Belastung kann die Blutzuckerkonzentration im Unterarm allerdings zeitlich etwas hinterherhinken. Dies liegt vermutlich am geringeren Blutfluss im Unterarmgewebe, weshalb die Einstellung der Glukosekonzentration dort länger dauert. Um herauszufinden, wie gut in Ihrem individuellen Fall die Blutzuckerwerte von verschiedenen Körperstellen übereinstimmen, sollten Sie zunächst eine gewisse Zeit lang Parallelmessungen mit der Fingerbeere durchführen und dann Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Bei Verdacht auf Unterzuckerung (Hypoglykämie) sollte jedoch stets die Fingerbeere verwendet werden!
- Worauf es bei der Blutzuckerselbstkontrolle ankommt
- Wann und wie oft messen?
- Wie funktioniert ein Blutzucker-Messgerät?
- Bevor Sie loslegen....
- Kleines 1 x 1 der Blutzuckermessung
- Den Blutstropfen gekonnt "hervorlocken"
- Andere Körperstellen nutzen
- Mit Teststreifen richtig umgehen
- Wozu Kontrolllösungen?
- Ursachen für abweichende Messwerte
- Das "Blutzucker-Langzeitgedächtnis"






